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	<title>Berliner Gassenhauer &#187; Stachelverse</title>
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		<title>Prinz von Preussen</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:14:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>info</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stachelverse]]></category>

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		<description><![CDATA[Die V&#228;ter haben Sand gekarrt, Bis da&#223; der Kreuzberg alle ward, Da sandte er von seinem Thron, Pro Mann acht Groschen Tagelohn. Komme doch, komme doch, Prinz von Preu&#223;en, komme doch, komme doch nach Berlin, wir woll`n dir mit Steine schmei&#223;en Und das Fell &#252;ber die Ohren ziehn. Schl&#228;chtermeister, Prinz von Preu&#223;en, Komme doch nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die V&#228;ter haben Sand gekarrt,<br />
Bis da&#223; der Kreuzberg alle ward,<br />
Da sandte er von seinem Thron,<br />
Pro Mann acht Groschen Tagelohn.<br />
<span id="more-32"></span><br />
Komme doch, komme doch, Prinz von Preu&#223;en,<br />
komme doch, komme doch  nach Berlin,<br />
wir woll`n dir mit Steine schmei&#223;en<br />
Und das Fell &#252;ber die Ohren ziehn.</p>
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</script></p>
<p>Schl&#228;chtermeister, Prinz von Preu&#223;en,<br />
Komme doch nach Berlin!<br />
Wir woll`n dir mit Steine schmei&#223;en<br />
Und die Barrikaden ziehn.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die beiden lebenden Schneider</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>info</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stachelverse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr lieben Leutchen, h&#246;rt mir zu, Was ich euch jetzt erz&#228;hlen thu, Zwei Schneiderlein in unserer Stadt, Wo keiner Lust zur Arbeit hatt`, Ersannen schnell ein Pl&#228;nchen aus Und lebten lang in Saus und Braus, Doch jezt kommt es ans Tageslicht, Nun stellt man sie vors Schwurgericht. Der Eidesleister mit dem Ring, Dem dieser Schwindel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr lieben Leutchen, h&#246;rt mir zu,<br />
Was ich euch jetzt erz&#228;hlen thu,<br />
Zwei Schneiderlein in unserer Stadt,<br />
Wo keiner Lust zur Arbeit hatt`,<br />
Ersannen schnell ein Pl&#228;nchen aus<br />
Und lebten lang in Saus und Braus,<br />
Doch jezt kommt es ans Tageslicht,<br />
Nun stellt man sie vors Schwurgericht.<br />
<span id="more-31"></span><br />
Der Eidesleister mit dem Ring,<br />
Dem dieser Schwindel wohl gelingt;<br />
Er kauft den Bruder ganz gesund,<br />
In London ein mit tausend Pfund<br />
Und dieser nur zum Scheine starb,<br />
Da&#223; er nur erst das Geld erwarb.<br />
Und hei&#223;a ging es im Galopp<br />
Nach B&#246;hmenlande, hopp, hopp.</p>
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</script></p>
<p>Die Polizei sucht alles auf,<br />
Es bleibt ihr nichts verborgen,<br />
O! Tomatschek, da merke drauf;<br />
Dann hast du keine Sorgen.<br />
Nun sitzt du da in den Arrest,<br />
Und bleibst vielleicht noch lange fest.<br />
Mach`s mit dem Plettbrett nicht zu arg,<br />
Man kauf nur f&#252;r den Tod ein Sarg.</p>
<p>Bleibt lieber bei der Arbeit sitzen,<br />
Soll euch auch bei der Nadel schwitzen,<br />
Geht lieber in das Freue rum,<br />
Wenn ihr sollt werden etas krumm.<br />
H&#252;t`euch f&#252;r solch Verbrechen,<br />
Ihr m&#252;&#223;t es wohl berechen,<br />
Dann b&#252;gele lieber flei&#223;ig zu,<br />
Denn sitzt du auch in Fried` und Ruh`.</p>
<p>Begrabe nie kein Plettbrett nich<br />
Und gar kein stroh und erde nich,<br />
Spielt niemals solchen Schlauen<br />
Mit einer Rindskaldaun.<br />
H&#228;ttst du dich nur vorher bedach,<br />
Ehr`du den Schwindel hast gemacht;<br />
Dann w&#228;rst noch in B&#228;hmenland,<br />
Und w&#252;rdest hier nicht so bekannt.</p>
<p>Drum liebes Fr&#228;nzchen Tomatschek,<br />
Mach`dir nicht wieder solchen Jeck,<br />
Dann bist du sicher, das steht fest,<br />
Und drum kommst niemals in Arrest,<br />
Kann jedem frei in`s Auge sehen,<br />
Sag Tomatschek, ist das nicht sch&#246;n?<br />
Drum lieben Leutchen hab` ich recht,<br />
Ich glaub`! das ist der beste Weg.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Berliner Moritat</title>
		<link>http://www.berliner-gassenhauer.de/stachelverse/berliner-moritat/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:10:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>info</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stachelverse]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein J&#252;ngling hatte einen Schatz, den sich sein Herz erkor. Er wohnte am Louisenplatz und sie am Hall`schen Tor. Er wohnte am Louisenplatz und sie am Hall`schen Tor. Sie trafen sich, von Lieb entbrannt, Einst in `nem Omnibus, Drei Tage drauf in Moabit, Da kam`s zum ersten Ku&#223;. Allein die Sache stand sehr schief, Denn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein J&#252;ngling hatte einen Schatz, den sich sein Herz erkor.<br />
Er wohnte am Louisenplatz und sie am Hall`schen Tor.<br />
Er wohnte am Louisenplatz und sie am Hall`schen Tor.<br />
<span id="more-30"></span><br />
Sie trafen sich, von Lieb entbrannt,<br />
Einst in `nem Omnibus,<br />
Drei Tage drauf in Moabit,<br />
Da kam`s zum ersten Ku&#223;.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Allein die Sache stand sehr schief,<br />
Denn bei der letzten Wahl:<br />
Ihr Vater w&#228;hlte konservativ,<br />
Der seine liberal. </p>
<p>Bis endlich fa&#223;t das P&#228;rchen Mut,<br />
Gesteht`s den V&#228;tern ein,<br />
Doch diese in Parteien-Wut,<br />
Sie schreien beide nein!</p>
<p>Und als sie las beim Morgenlichte,<br />
Die Tante Vo&#223;, o weh,<br />
Da stand im Polizeibericht,<br />
Man fand ihn in der Spree.</p>
<p>Sie sah den Rabenvater an<br />
Mit einem Rabenblick,<br />
Zur Schwefels&#228;ure griff sie dann<br />
Und sank entseelt zur&#252;ck.</p>
<p>Und als des Mondes Licht so bleich<br />
Am Himmel ging herauf,<br />
Da h&#228;ngten sich am Goldfischtiech<br />
Die beiden V&#228;ter auf.</p>
<p>Also die Moritat verlief<br />
J&#252;nst bei der letzten Wahl:<br />
Ihr Vater starb konservativ,<br />
Der seine liberal.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Spie&#223;b&#252;rgers Lob-, Klage- und Trostgesang</title>
		<link>http://www.berliner-gassenhauer.de/stachelverse/spiessbuergers-lob-klage-und-trostgesang/</link>
		<comments>http://www.berliner-gassenhauer.de/stachelverse/spiessbuergers-lob-klage-und-trostgesang/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:09:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>info</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stachelverse]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#246;r ick uff Reisen det Jel&#228;ster, Wie so schimpfen uff Berlin, Un seh nur so die andern Nester, Denn is des doch der reene Kiehn! In`n kleenen Finger is`et mir lieber Wie London samt Paris und Wien, Un Tom erscht mit den faulen Tiber, Da jeht doch unse Spree weit driber: Ick stamme n&#228;mlich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#246;r ick uff Reisen det Jel&#228;ster,<br />
Wie so schimpfen uff Berlin,<br />
Un seh nur so die andern Nester,<br />
Denn is des doch der reene Kiehn!<br />
In`n kleenen Finger is`et mir lieber<br />
Wie London samt Paris und Wien,<br />
Un Tom erscht mit den faulen Tiber,<br />
Da jeht doch unse Spree weit driber:<br />
Ick stamme n&#228;mlich aus Berlin!<br />
<span id="more-29"></span><br />
Die Alpen sind ja ooch janz niedlich,<br />
Doch zieh ick unsen Kreuzberg vor,<br />
Wie er so daliejt, hibsch, app`titlich,<br />
Vor des verwich`ne Hall`sche Dhor.<br />
Und wenn nu jar zur Herbstparade De Milleteers nach Templof ziehn &#8211;<br />
Schimpft ick ooch uff die Steuern jrade:<br />
Voruff marschier ick ohne Jnade,<br />
Denn dafor stamm ick aus Berlin.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Un wie sich allens hier entwickelt<br />
So fix bis in die Puppen hat,<br />
Det`s stolz mir in die Jlieder prickelt;<br />
Hier is die deutsche Kaiserstadt!<br />
Ringsum Asfalt un Ferdebahnen,<br />
Det ville Bogenlampenjliehn,<br />
Un wenn wat los, die Masse Fahnen &#8211;<br />
Det lie&#223; ick frieher mir nich schwanen,<br />
Un ick bin doch nur aus Berlin.</p>
<p>For`n Fortschritt bin ick n&#228;mlich eklig,<br />
Uffkl&#228;rung, Freiheit, Recht und Licht &#8211;<br />
Blo&#223; manches stimmt mit manchmal kr&#228;glig,<br />
Und manche Neu`rung pa&#223;t mir eben nicht!<br />
So einiges aus friehere Zeiten,<br />
Was als &#8220;veraltet&#8221; wird verschrieb,<br />
Des hatte doch ooch jute Seiten,<br />
Det la&#223; ick mir nu nich bestreiten,<br />
Denn dafor stamm ick aus Berlin.</p>
<p>In`n Jeist of seh ick ooch von Ferne<br />
Die H&#246;ckersfrau an`n Spittelmarcht:<br />
Die h&#246;rt ick schimpfen jar zu jerne,<br />
Was mir jewi&#223; keen Mensch verarcht,<br />
Denn so was jiebt`s nicht mehr von Jalle! &#8211;<br />
Jetzt sitzen se mang`s feinste Jrien Jro&#223;artig in die neue Halle,<br />
So schimpft keen Mensch mehr in Berlin.</p>
<p>Un denn den richt`gen Schusterjungen<br />
Mir vorneweg des jrosse Maul,<br />
Den hat der Zeitgeist ooch bezwungen,<br />
Un mit den Nachwuchs is es faul;<br />
Dutz man so`n Bengel jetzt: in Hitze<br />
Kommt er, man kann sich dran verbriehn,<br />
Kommt er, Stolziert mit uff`n Kopp `ne Mitze,<br />
Doch leider: Schusterjungens-Witze,<br />
Die jiebt`s fast nicht mehr in Berlin.</p>
<p>Denn stimmt mir au&#223;erdem noch triste<br />
Ooch von`t Jesetz der &#8220;lange Arm&#8221; war so der frieh`re Polleziste,<br />
Der war erst Mensch un dann Schandarm!<br />
Jetzt sitzt der Schutzmann uff die Stute,<br />
Wie`ne Pajode uff`s Kamin<br />
Un zieht so so`ne grimmige Schnute,<br />
Mir wird janz bliemerant zumute &#8211;<br />
Det war sonst anders in Berlin.</p>
<p>Un besser is doch ooch jewesen,<br />
Det man in die Konditorei<br />
De Bl&#228;tter konnte ruhig lesen,<br />
Womit es nu fast janz vorbei!<br />
Jetzt ei&#223;tt die Losung &#8220;Wiener Kaffee&#8221;,<br />
Wodrein mir nicht zehn Ferde ziehn!<br />
Da sittz man immer wie so`n Affe<br />
In `ne durchsicht`ge Glaskaraffe, &#8211;<br />
es stiert in`s Maul ee`n halb Berlin.</p>
<p>So zum Eckempel ist`s bei Bauer;<br />
Na, un was &#8220;Keck&#8221; und &#8220;Narzional&#8221; &#8211;<br />
Die M&#228;dchens alle uff de Lauer,<br />
Det is wahrhaftlg ein Schkandal!<br />
In`n Kaiserhof is`t mir zu ethe,<br />
Da jehn blo&#223; lauter Dichters hin,<br />
An jeden Disch von frih bis sp&#228;te<br />
Sitzt mindestens een junger J&#246;the: &#8211;<br />
Det is zu ville for Berlin.</p>
<p>Un jar die echten Bierpal&#228;ste &#8211;<br />
Mir schaudert reeneweg die Haut,<br />
Wenn immer wieder eener feste<br />
Wird auf den andern druffjebaut!<br />
Da mu&#223; des Natzionaljetr&#228;nke<br />
Natierlich in de Winkels fliehn &#8211;<br />
Jott, wenn ick so an Clausing denke,<br />
An Paepkens solle Wei&#223;bierschenke,<br />
Und Rudolf Haasen aus Berlin!</p>
<p>Un so is noch `ne janze Masse,<br />
Wo des wie Klo&#223;buljong so klar,<br />
Wenn ick et mir in`t Auge fasse;<br />
Da&#223; des doch fr&#252;her anders war!<br />
Indes jedoch ins jro&#223;e Janze<br />
Beaupt ick immer stolz und kiehn,<br />
Als richtige Berliner Flanze et jiebt in solchen Wix und Jlanze<br />
Blo&#223; eene Kaiserstadt: Berlin!</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Rippespeer und Sauerkohl</title>
		<link>http://www.berliner-gassenhauer.de/stachelverse/rippespeer-und-sauerkohl/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 19:08:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>info</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stachelverse]]></category>

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		<description><![CDATA[Sohn, hier hast du Rippespeer, E&#223; ihn uf &#8211; ick mag nicht mehr. Nimm dich ooch den Sauerkohl, Ich will ruhn, mich is nich wohl. Det Jerichte, fett und rar, E&#223; ick schonst drei&#223;ig Jahr; Heite wieder, sch&#246;n und frisch, Bracht es Mutter uf den Disch. H&#228;tte jeder so`n Jericht, W&#252;rd`er keen Rebeller nicht, Sondern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sohn, hier hast du Rippespeer,<br />
E&#223; ihn uf &#8211; ick mag nicht mehr.<br />
Nimm dich ooch den Sauerkohl,<br />
Ich will ruhn, mich is nich wohl.</p>
<p>Det Jerichte, fett und rar,<br />
E&#223; ick schonst drei&#223;ig Jahr;<br />
Heite wieder, sch&#246;n und frisch,<br />
Bracht es Mutter uf den Disch.<br />
<span id="more-28"></span><br />
H&#228;tte jeder so`n Jericht,<br />
W&#252;rd`er keen Rebeller nicht,<br />
Sondern w&#228;re jederzeit<br />
Unterdahn der Obrigkeit.</p>
<p><!--adsense--></p>
<p>Denn is Eener satt und dick,<br />
denkt er nicht an Pullentick<br />
Und setzt sich mit jejen Jewehr<br />
jejen dem Jesetz verquer. </p>
<p>Sndern in die Tabagie<br />
Setzt er sich zu der Parhie,<br />
Trinkt der Wei&#223;en zwee ooch drei<br />
Spielet Schafkopp un is frei.</p>
<p>Dies, mein Sohn, bedenke wohl,<br />
Ehr` mich Rippespeer un Kohl,<br />
Wenn du`s machtest so wie ich,<br />
Wecht du keen Verbrecher nich.</p>
]]></content:encoded>
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